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Ein Tagebuch führen - mehr als nur Dokumentation


Künstliches Koma bedeutet verlorene Zeit. Für Betroffene sind Tage oder Wochen fast wie ein Augenblick vergangen. Was ist in dieser Zeit passiert? Erfahren sie hier, warum das führen eines Tagebuches extrem wichtig ist.

Ein Tag - eine Woche - ein Monat

Ich möchte an dieser Stelle die Ausmaße beschreiben, die eine Behandlung auf einer Intensivstation annehmen kann. Nach einem Unfall mit schweren oder schwersten Verletzungen können einige Tage bis zu mehreren Wochen vergehen, bis das künstliche Koma letztendlich beendet wird. Umso länger die Behandlung dauert, desto schwieriger wird es, Ereignisse chronologisch in Erinnerung zu behalten. Nutzen sie ein Tagebuch, in dem sie alle Fortschritte / Rückschritte dokumentieren können.

Wie sollte so ein Tagebuch aussehen?

Sie könnnen ganz einfach selbst ein Tagebuch anfertigen in dem sie alles schriftlich festhalten mit Datum und Uhrzeit. Dazu reicht schon ein kleines Taschenbuch aus dem Fachhandel, in dem sie alle wichtigen Ereignisse festhalten. Was sind wichtige Ereignisse? Wie können sie Fortschritte erkennen oder Rückschritte? Ich möchte ihnen hier die Möglichkeit geben auf meine berufliche Erfahrung zurückzugreifen.
Zu diesem Zweck habe ich selbst lange darüber nachgedacht und verschiedene Konzepte ausprobiert. Dabei herausgekommen ist ein Tagebuch, dass sich  speziell an Angehörige von Betroffenen wendet. Sie haben Interesse? Unten auf dieser Seite gelangen sie zum Ratgeber.

Sie möchten selbst ein Tagebuch gestalten?

Kein Problem. Ich gebe ihnen hier einige wichtige Tipps die als Leitfaden dienen sollen.

1. Notieren sie sich immer Datum und den Tag der Behandlung
  → optional: Uhrzeit; Wochentag
2. Halten sie fest, welche besonderen Vorkommnisse an diesem Tag / während ihres Besuches aufgetreten sind.
 → Komplikationen; Operationen; Untersuchungen
3. Dokumentieren sie Fortschritte und Rückschritte
4. Notieren sie ihre persönliche Erlebnisse die von Bedeutung sind

Bilder oder Fotos verwenden?

In Anbetracht der Situation würde ich explizit empfehlen auf Fotos, insbesondere wenn der Betroffene nicht sein Einverständniss geben kann, zu verzichten. Dies dient dem Schutz der Privatsphäre. Bilder zur Dokumentation von Fortschritten können sie in einer späteren Phase, wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist und dies auch möchte, immer noch machen.

Müssen sie jeden Tag etwas niederschreiben?

Natürlich ist es ihnen überlassen ob sie jeden Tag etwas notieren möchten oder nur bei bestimmten Ereignissen. Wichtig ist nur das sie etwas dokumentieren. Versetzen sie sich in die Lage des Betroffenen der gerade in einem künstlichen Koma liegt, was würde ihn alles Interessieren, was während seiner Zeit der "Abwesenheit" alles passiert ist?

Erfahren sie mehr in meinem Ratgeber

Sie können auch auf meine Erfahrungen aus der Praxis zurückgreifen und mein Expertenwissen nutzen. Dazu möchte ich ihnen meinen Ratgeber empfehlen. Hier gehe ich auf viele Themen noch einmal im Detail ein und sie haben zudem die Möglichkeit ein vorgefertigtes Tagebuch zu nutzen. Hier geht es zum » Ratgeber